Bürgerinitiative Schaafheim,  

liebenswert, lebenswert - so soll es bleiben!

Wir haben zwei Jahre Bürgerinitiative Schaafheim gefeiert und brauchen Ihre Unterstützung zum Weitermachen. Aktueller Bericht zu unserer Arbeit.

Am Mittwoch, den 16.11.2016, fand die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative Schaafheim statt. Seit dem hat das Führungsteam viele Dokumente durch Akteneinsichten bei der Bergbehörde, den Naturschutzbehörden und auch bei der Gemeinde Schaafheim gesammelt und ausgewertet. Neben den Beiträgen im Fernsehen und Radio wurde in der lokalen Presse, dem Main-Echo sowie dem Darmstädter Echo über die Bi-Schaafheim berichtet. Besonderer Höhepunkt unserer Arbeit war die Bürgerversammlung im Mai 20017, welche gut besucht war. Es zeigte sich, dass das Thema „Erweiterung des Sandabbaus“ von den Schaafheimer Bürgern kritisch gesehen wird. Mehrere Treffen mit den Fraktionen oder den Fraktionsvorsitzenden gaben Gelegenheit zum Austausch mit den Gemeindepolitikern. Sowohl Bundestagabgeordnete, Kandidaten der Landtagswahl und Landtagsabgeordnete sind in den zwei Jahren vor Ort gekommen und waren erstaunt, dass die Wohngebieten, Freizeitanlagen und das Industriegebiet mit dem Sandabbau sich so nahe kommen. Mit über 21.000 Zugriffen kommen wir mit fast tausend Aufrufen pro Monat auf unserer Homepage www.bi-Schaafheim. Unser 2-jähriges Bestehen haben wir am 16.11.2018 bei unserer Mitgliederversammlung um 20.00 Uhr im Sitzungssaal der Kulturhalle in Schaafheim gefeiert. .

Die Arbeit der Bi-Schaafheim wird weiter gehen, denn immer noch sehen wir erhebliche Problemfelder und kennen nach zwei Jahren den Sachverhalt ausgesprochen gut. Wir sind in ganz Deutschland mit Bürgerinitiativen vernetzt und Mitglied beim BUND Hessen sowie in der Grünen Liga e.V., einer kritischen Vereinigung zum Thema Bergbau. Wir kennen Experten zum Bergrecht genauso wie zur Abfallwirtschaft oder anderen Themen. Kein Weg ist uns zu weit, wenn es unserer Arbeit vor Ort hilft.

Wenden wir uns nun den Problemen in Schaafheim zu. Immer wieder ist von der Sandgrubenerweiterung die Rede, dabei ist es der Firma Erdbau Höfling und der Gemeindevertretung Schaafheims gelungen 2013 den Flächennutzungsplan zu ändern und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (kurz B-Plan genannt) für das Abbaugebiet zu erstellen. Dabei wurde ein Teil der ehemaligen Abbaufläche in ein Industriegebiet umgewandelt und zusätzlich zum Thema Sandabbau kam das Thema der Abfallwirtschaft in Schaafheim auf. Bemerkenswert ist, dass die Bevölkerung über die Tatsache, dass überregionaler Schwerlastverkehr beladen mit Bauschuttabfall und möglicherweise mit Schadstoffen kontaminierten Materialien, etc. der durch Schaafheim fährt, nicht öffentlich diskutiert und informiert wurde. Erst nach langer Recherche zeigte sich, dass es einen Änderungsantrag aus 2014 gibt, der nun neben dem Bauhof auch einen Entsorgungsbetrieb auf der Fläche des Industriegebietes ermöglicht. Leider mussten wir in den zwei Jahren schon häufiger feststellen, dass in Austauschblättern und Änderungsanträgen auf einmal wichtige grundsätzliche Tatsachen geschaffen werden, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt oder noch mal beteiligt wird. Dies ist das Gegenteil von Transparenz und wird scharf kritisiert. Durch stundenlange Akteneinsichten, insbesondere auf dem Bergamt in Wiesbaden, sind wir zu „Experten“ geworden und haben tausende Seiten von Dokumenten fotografiert. Der Vergleich der gesichteten Akten zeigte schon häufig, dass es Abweichungen zu den ursprünglich eingereichten Anträgen gibt oder gerade für naturschutzliche Nebenbestimmung Fristen immer wieder verlängert wurden. Wie heißt es so schön: „ Papier ist geduldig“.

Heute würde sich die Bi-Sprecherin, Sabine Schwöbel- Lehmann, die schon 2013 die Unterlagen zum Bebauungsplan der Firma Höfling während der Offenlegung eingesehen hatte, nicht mehr so leicht täuschen lassen. Denn in diesen Unterlagen wurde nur von einem Bauhof auf dem Industriegebiet gesprochen und auch noch kein Entsorgungsbetrieb erwähnt. Ihr zeitintensives Engagement in der Bürgerinitiative während der letzten zwei Jahren hat viel damit zu tun, dass es scheinbar nicht alleine reicht die offen gelegten Unterlagen zu lesen, sondern im öffentlichen Interesse stetig und regelmäßig Akteneinsichten durchzuführen, um getauschte Seiten und Änderungen auf der Spur zu sein. Damals hatte Sie noch zu viel Vertrauen in die Veröffentlichung von Planungsunterlagen durch die Gemeinde und wusste nicht wie schnell und leicht sich „Dinge ändern lassen können". Sie dachte, dass „nur“ dieser veröffentlichte und
beschlossene Plan umgesetzt werden könne und kam sich danach etwas an der Nase herum geführt vor. Dass im Vorfeld der Verkauf der gemeindeeigenen Sandgrube eine wesentliche Rolle spielte, um daraus auch ein Abfallentsorgungsunternehmen machen zu können und es an eine bayrische Holding weiter verkaufen zu können, wissen wir nun leider auch zu spät. So etwas soll in Schaafheim nicht mehr möglich sein, ohne dass es die Mitglieder der Bürgerinitiative wissen.

Wir erinnern auch, dass die Firma Höfling noch in der Bürgerversammlung im Mai 2017 eine Z2-Halle in einem neuen Änderungsantrag zum B-Plan vorgestellt hat. Zwar wurde der Antrag kurz nach der Bürgerversammlung zurückgezogen, es zeigt jedoch, dass wieder einmal durch einen Änderungsantrag der Firma Höfling die Nutzung des Industriegebietes vermehrt der Abfallwirtschaft gelten sollte. Im Juli 2017 ist ein zertifizierter Entsorgungsbetrieb auf dem Grundstück im Eichenweg entstanden. Die zeitintensiven Verkehrszählungen der Bi-Schaafheim zeigen im letzten Jahr eine starke Zunahme der LKWs mit „A-Kennzeichnung“ (A=Abfallwirtschaft). Weiterhin konnten wir durch Fotos dokumentieren, dass die Staubbelastung im Sommer sehr hoch war und die Halden mit gebrochenem Bauschuttmaterial in den letzten zwei Jahren höher wurden.

Wer den Entsorgungsbetrieb zu kontrollieren hat und die Genehmigungen dazu gegeben hat, ist auch nach vielen Briefen an das Bergamt unklar. Trotzdem rollen die Schwerlaster täglich nach und durch Schaafheim. Das Material wird trotz erheblicher Feinstaubbelastungen im Freien gebrochen, so dass der Feinstaub und eventuelle andere Schadstoffe je nach Wetterlage in alle Richtungen ziehen könnten. Feinstaub kann man in anderen Orten noch bis in ca. 20 Kilometer Entfernung von Emittenten finden. Warum gibt es nur ein Untersuchungsergebnis von 2012 in den Akten und für die Folgejahre Kostenbescheide, aber ohne Angabe der Feinstaubmenge. Könnten unsere Kinder, alte Menschen und die landwirtschaftlichen Flächen in Schaafheim damit geschädigt werden?


Wer möchte in diesem schönen Naherholungsgebiet noch mehr Emissionen? Bereits 2005 hat dasselbe Bergdezernat eine Erweiterung wegen der nahen Wohnbebauung und der fehlenden Infrastruktur ausgeschlossen. 2018 gibt es zusätzliche und nähere Wohngebiete in Schaafheim. Sind wir heute weniger schützen schützenswert, obwohl mehr Menschen in kürzerer Distanz zum Entsorgungsbetriebes und zum Quarzsandtagebau leben?


Unsere Ziele sind die Lebensqualität in Schaafheim auch für unsere Kinder zu erhalten und zu verhindern, dass eine Holding aus Bayern mehr Lärm, Staub und Schwerlastverkehr durch die Erweiterung der Sandgrube sowie die Umwandlung von Bergbauflächen in ein Industriegebiet produziert. Dies geht zu Lasten der Schaafheimer Bürger und der Umwelt, denn ohne vorhandene Infrastruktur soll mitten in der Natur ein Industriegebiet entstehen. Wir wollen darauf Aufmerksam machen, dass Bürger- und Bürgerinnen beider Gemeinden besonderen Lärm-, LKW- und Staubemissionen ausgesetzt sind. Durch die Genehmigung des neuen Hauptbetriebsplans wird eine höhere Sandabbaumenge und sogar neuerdings Nachtfahrten genehmigt. Damit steigt die Emissionsbelastung für Bürger- und Bürgerinnen sowie der Umwelt weiter.

Immer noch sind viele Fragen offen und wir sehen die Situation für Bürger und Bürgerinnen weiterhin kritisch. Wer die Lebensqualität in Schaafheim erhalten will und an kommende Generationen denkt, der ist in der Bürgerinitiative Schaafheim richtig. Viele spannende Informationen zu unseren Recherchen können wir nur den Bi-Mitgliedern mündlich mitteilen. Darum freuen wir uns, wenn dass Sie im Interesse der Zukunft Schaafheims, Mitglied in der Bürgerinitiative Schaafheim sind. Wir wollen den Informationsaustausch innerhalb der Bürgerinitiative offen und transparent gestalten. Wir planen weitere Schritte um noch besser arbeiten zu können.

Wir brauchen dringend Ihre Unterstützung zum jetzigen Zeitpunkt, um weiter Kämpfen zu können.
Kontakt:  mail@bi-schaafheim.de
 



Am 28.6.2018 in der Schaafheimer Zeitung veröffentlicht:
BUND und Bürgerinitiative Schaafheim wollen die Gemeinde bienenfreundlicher gestalten

Die Bürgerinitiative Schaafheim und der BUND OV Groß-Umstadt wünschen sich, dass die Gärten und Grünstreifen in unserer Gemeinde bunter werden. Damit soll dem viel beklagten Insektenschwund, mit seinen ernsthaften Gefahren für unsere Ökosysteme, entgegengewirkt werden. Wir möchten eine Kampagne in den nächsten Wochen starten, um den Insekten, wie z. B. Wildbienen, mehr Kräuter und Wildblumennektar im Gemeindegebiet anzubieten.

Um die Rolle der Bienen auch für unsere Nahrungsmittel zu verdeutlichen, hat im Mai ein Discounter in Hannover-Langenhagen alle Produkte aus dem Markt herausgenommen, die es ohne Bienen nicht mehr in seinem Sortiment gäbe. Etwa 1600 von 2500 Penny-Produkten, rund 60% der Lebensmittelartikel, fehlten. Viele Regale waren erstaunlich leer, denn Bienen gelten als drittwichtigstes Nutztier des Menschen. Diese Naturschutz-Aktion in Hannover simulierte an diesem Montagmorgen eine Welt ohne Bienen.

Der BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein. Mitglieder der Bi-Schaafheim sind in den BUND eingetreten und gehören zum Ortsverband Groß-Umstadt, der auch für Schaafheim zuständig ist. Weiterhin ist der BUND als Träger öffentlicher Belange als großer Umweltverband auch in vielen Planungsverfahren im Kreis Darmstadt-Dieburg beteiligt.
 
Die Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt durch die enorm ansteigende Flächenversieglung sind jetzt schon gravierend und wir möchten aktiv dem Insektenschwund entgegenwirken. Gerne würden wir in den nächsten Wochen mit einer Kampagne, wie in der Wetterau beginnen. Diese sieht wie folgt aus:
Der Wetterauer Naturschutz (Nabu)
verteilt Tütchen mit Kräuter- und Blumensamen für jeweils einen Quadratmeter, damit Bürger und Bürgerinnen in einer ungenutzten Gartenfläche einen Quadratmeter Rasen umgraben und dort Kräuter und Wildblumen säen. Wer möchte, kann eine Spende geben. Das Saatgut, das verteilt wird, ist wesentlich für den Erfolg vor Ort von Bedeutung. Der Einsatz von gebietseigenem Wildsaatgut statt Zuchtsortensaatgut ist sehr wichtig. Im Internet sind weitere Informationen unter den Suchworten „Wildsaatgut Hessen“ zu finden. Der BUND und die Bi-Schaafheim werden sich auch für dieses Thema einsetzen und weiter für unsere öffentlichen Belange und die Natur kämpfen.

Wir werden weitere Infos in den nächsten Zeit unter www.bi-schaafheim.de bereitstellen.

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Das Aktionsbündnis organisierte am 17.3.2018 eine Demo in Langen für den
Erhalt des Langener Bannwaldes
Treffpunkt war um 11.00 Uhr an der Stadtkirche

Als eine der neun Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses Langener Bannwald

nahm die Bürgerinitiative Schaafheim teil.

Unterstützen Sie uns im Kampf für Mensch und Natur!

Es werden zu wenige Aufsichts- und Überwachungsmaßnahmen ausgeübt und die  Akteneinsichten nach Hessischem UmweltInformationsGesetzt (HUIG) massiv erschwert.
Umweltrelevante Informationen müssen für Bürger öffentlich zugänglich sein, denn unsere Umwelt geht uns alle an.
Die Fachbehörden des Regierungspräsidiums sollten kritische Einwände ernst nehmen!!!

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Informationstag in Schaafheim am 17.9.2017
Reges Interesse an der Informationsveranstaltung

der Bürgerinitiative Schaafheim

Die Mitglieder der BI-Schaafheim bedanken sich bei den Bürgern Schaafheims für das entgegengebrachte Interesse an der Informationsveranstaltung am Sonntag, den 17. September 2017.

Da uns das persönliche Gespräch sehr wichtig ist, und wir uns für die Ängste und Bedenken der Bewohner unserer Gemeinde interessieren, hat die BI diese öffentliche Veranstaltung genutzt und alle interessierten Bürger gleichermaßen ausführlich über folgende Themen informiert:

Bundesweite Themen:

Freimessen gering-radioaktiven Materials beim Rückbau von Kernkraftwerken in      Deutschland (bundesweites Thema zur Lebensqualität in Deutschland) 

Zu diesem bundesweiten Thema finden Sie weitere Erklärungen in dem Film „Atomarer Rückbau - Neuer Stress mit alten Kernkraftwerken“ von Planet e.

 

 Hier klicken   und anschauen, es lohnt sich!                     

 

 


Schaafheimer Themen:

·    Erweiterung des Sandabbaus in Schaafheim

·    Trink- und Grundwasser in Schaafheim

·    Verkehrsbelastung durch Schwerlastverkehr in Schaafheim

·    Natur und Naherholungsgebiet in Schaafheim

·    Umwandlung in Industriegebiet


Ein Rundgang durch das reichlich gesammelte Informationsmaterial zeigte, dass Themenbereiche miteinander verflochten sein können. „Der Kreis schließt sich“, äußerten einige Besucher. Viele Fakten ließen sich besser im persönlichen Gespräch erklären, denn die Zusammenhänge sind sehr komplex.

 

Ein Team von 15 BI-Mitgliedern organisierte die Info-Veranstaltung, um weitere Mitbürger über den Schutz der Lebensqualität in Schaafheim und bundesweit aufzuklären. Wir sehen Probleme für unsere Kinder und künftigen Generationen und wollen sensibilisieren, BEVOR die Lebensqualität in Schaafheim sowie in Deutschland verloren gehen könnte oder durch das Gewinnstreben von Firmen zerstört werden könnte.

 

Wir wollten es auch Familien ermöglichen, sich eingehend zu informieren und haben ein Kinderprogramm organisiert. Ein reichliches Kuchen-Buffet, sowie Kaffee und kühle Getränke luden zum Verweilen ein.

Befürchtungen und Sorgen der Mitbürger schenken wir immer ein offenes Ohr!




Sprechen Sie uns an - Kontakt unter mail@bi-schaafheim.de

 

 

Die Auswirkungen für Mensch, Natur und Umwelt sind jetzt schon groß.
Was ist mit den Informationsrechten für Bürger und Umweltverbände?
Sind wir als Schaafheim Bürger heute weniger wert als früher oder als Bürger anderer Gemeinden? 

Der BUND wird weiter für unsere öffentlichen Belange kämpfen!