Bürgerinitiative Schaafheim,  

liebenswert, lebenswert - so soll es bleiben!

Das Aktionsbündnis organisierte am 20.06.2018 um 11 Uhr eine Demo in Wiesbaden vor dem Marktpatz für den Erhalt des Bannwaldes.


Bericht über den gemeinsamen Vortragsabend in der Stadthalle in Langen am 5.3.2018 um 19.30 Uhr, der erfolgreich und sehr gut besucht war.
Herr Norgall vom BUND Landesverband Hessen referierte über den Kiesabbau in Südhessen und die aktuellen Probleme.
Als eine der neun Mitgliedsorganisationen des "Aktionsbündnisses Langener Bannwald" hat die Bürgerinitiative
Schaafheim teilgenommen. 

 

Wo vorher alte Bäume und Wald waren, gibt es nur noch Wasser, Sand und Maschinen. 63,7 Hektar Bannwald könnten vielleicht für ein einziges Unternehmen für immer zerstört werden. Die Schutzfunktion für Lärmemissionen könnte verloren gehen.

Eine trostlose Brachlandschaft bleibt zurück wo einst die gesunde Tier- und Pflanzenwelt die Gegend mit Leben füllte. 

Die Schilder an alten Bäumen zeigen, dass das Naherholungsgebiet am Langener Waldsee betroffen ist. Wege fallen den Erweiterungsplänen zum Opfer. Betroffen sind vor allem 
Familien mit Kindern, Hundebesitzer,Jogger, Spaziergänger, Fahrradfahrer, Naturliebhaber.

 

 Vorher lebendige Bäume von Kindern geliebt!!!


Unglaubliches in Zahlen: Die Bauwirtschaft wächst lediglich um max. 7,5% in der Region und die Poltiker der Regionalversammlung, die Kommunalpolitiker und die grüne Regierungspräsidentin lassen ausgerechnet im Langener Bannwald eine Erweiterung der Abbaufläche von fast 30% zu.
Steht dies noch im Verhältnis zum Bedarf der Bauwirtschaft von 7,5 %?
Wurde hingegen in Schaafheim die Sandabbaumenge aktuell sogar um 375 % gesteigert?
In Schaafheim also 50 mal so viel Sandabbau, als es der "Bau-Boom" braucht?
Seit 2000 sind in Südhessen fast 500% zusätzliche Sandabbauflächen - oft als Nassauskiesung - genehmigt worden, obwohl die Bauwirtschaft nur einstellig wächst. Wer übernimmt die Verantwortung?
Wo geht der Sand überregional hin?



Warum haben selbst kleinere Sandgruben für den Bau-Boom 1996 ausgereicht?



Der Rohstoff Sand ist auch für unsere künftigen Generationen wichtig.
Ein regionales Rohstoffkonzept sollte eine vernünftige Planung für Südhessen sicher stellen und nicht den Ausverkauf von Sand- und Kies in wenigen Jahren. Die Verfünffachung der Abbauflächen verschlingt Natur, Wälder und landwirtschaftliche Anbauflächen für einige wenige Unternehmen. Jeder Baum zählt und gerade jetzt wird festgestellt, dass die Natur sich nicht an Rekultivierungspläne hält. Aber schnellstmöglich Tatsachen schaffen und später nachdenken.
Wollen Sie dies?

Unterstützen Sie Mitgliederorganisationen des Aktionsbündnisses Langener Bannwald! Wir wählen dieses Jahr in Hessen den Landtag. Hinterfragen Sie, wie viel Sand wir realistisch brauchen und wie viel Bannwald wir für unsere Lebensqualität im Rhein-Main-Gebiet brauchen. Klimawandel und Wassernot verändern unsere Wälder und bedeuten großen Stress für unsere Bäume. Heute gelingt es häufig nicht mehr, Wald zu renaturieren, denn gerade neu gepflanzte Bäume leiden unter der Trockenheit durch den Klimawandel besonders. Machen Sie mal einen Waldspaziergang mit BUND-Mitgliedern. Allein in Südhessen geht es um viele Hektar Flächen (mehrere hundert die letzten Jahre), die der Natur und uns Menschen verloren gehen.

Nachher!!!
Unterstützen Sie uns und helfen Sie uns, die Wälder zu retten.
Jeder Baum zählt für die Natur und uns Menschen.


Der VGH hat vorhin den "Hängebeschluss" des BUND ohne Begründung abgelehnt. Das bedeutet, Sehring darf weiter roden bis der VGH über den Eilantrag entschieden hat. Und das wird erfahrungsgemäß noch etwas dauern, sodass im Abbauabschnitt 2a kein Baum mehr stehen dürfte, wenn die Kammer über den Antrag befindet.

Schreiben Sie eine Mail an das Regierungspräsidium! Uns wird gesagt, dass sich keine Bürger- und Bürgerinnen beschweren. Darum äußern Sie Ihre Kritik. Fragen Sie nach! 


Zu diesem Thema finden Sie hier einen ttt Podcast unserer Radio-Sendung Ökotopia beim Radio Darmstadt von 05. Mai 2018
Sehr geehrte Regierungspräsidentin Lindscheid, 

im Namen unseres neu gegründeten "Aktionsbündnisses Langener Bannwald" muss ich Sie darüber informieren, dass heute die Firma Sehring mit der Rodung im Abbauabschnitt 2a begonnen hat. Da das VGH in Kassel über den Eilantrag des BUND, der unserem Bündnis angehört, noch nicht entschieden hat, sehen wir dies als grobe Missachtung eines Rechtsverfahrens an. Wir verurteilen das Vorgehen der Firma Sehring aufs schärfste. Wir fordern Sie höflichst auf, gegen das eigenmächtige Roden dieses Betriebes vorzugehen.

Protestaktionen werden wir einleiten, da dieses Vorgehen nicht stillschweigend hingenommen werden darf.

Ich würde mich freuen, eine in unserem Sinne positive Rückmeldung von Ihnen zu erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Rohrbach

Sprecher des "Aktionsbündnis Langener Bannwald"